Die Musikschule Obernburg e.V. unterrichtet seit 1988 Musik aus fast allen Epochen und Stilen. 1989 wurden wir 200. Mitglied im Verband bayerischer Sing- und Musikschulen. Mit 17 Lehrkräften und über 800 Schülerinnen und Schülern sind wir die größte und aktivste Musikschule im Landkreis Miltenberg.

Ob im Einzelunterricht oder im Ensemble wir sorgen dafür, dass sich Kreativität und Spielfreude unter professioneller  und engagierter Anleitung entwickeln können.

Kinder, Jugendliche und Erwachsene werden in nahezu allen Instrumentalfächern unterrichtet. Hinzu kommen die Angebote der Fachbereiche Gesang, Klassenmusizieren (Bläserklasse) und für unsere Kleinsten Musikgarten / Musiktreff / Früherziehung und Grundausbildung. Als einzige Musikschule bieten wir einen Kurs zur Entspannung und zur Tinnitus-Hörtherapie an.

Unser Hauptgebäude ist in Obernburg. Mit zahlreichen weiteren Unterrichtsstätten im gesamten Landkreis Miltenberg sind wir gut erreichbar. Sie finden uns auch in Ihrer Nähe!

Musizieren macht Spaß und klug
Das Erlernen eines Musikinstruments fördert Kinder ganzheitlich   News- Verlag 10/5/2011

Das jährliche Geburtstagsständchen für die Oma, der Flötenunterricht in der Grundschule oder das gemeinsam geträllerte „Stille Nacht“ der ganzen Familie unter dem geschmückten Tannenbaum: Musik spielt in unserem Leben eine große Rolle. Kein Kinofilm kommt ohne Musik aus, Werbung wird wirkungsvoll mit Musik untermalt, in vielen Geschäften läuft dezente Hintergrundmusik beim Einkauf und selbst in so manchem Büro lässt Musik die Arbeit leichter von der Hand gehen, wenn der Chef nichts dagegen hat, dass das Radio läuft.

Schon Babys reagieren auf Musik
Schon Babys reagieren im Bauch ihrer Mutter auf Musik von außen, das wurde wissenschaftlich bewiesen. Von Geburt an bestimmen Töne das menschliche Leben: der unterschiedliche Klang von Stimmen, Vogelgesang, Autolärm. Nicht immer werden Töne als positiv empfunden, aber Töne ergeben Musik. Musik regt an und hat einen ganz besonderen Einfluss auf uns. Warum ausgerechnet Musik uns so intensiv anspricht, ist allerdings noch unklar.
Bereits im Kindergarten wird im täglichen Stuhlkreis, bei Geburtstagen und vielen anderen Anlässen gesungen und manchmal auch im Rhythmus auf Orff-Instrumenten begleitet. So kommen Kinder oftmals auch zum ersten Mal mit Musikinstrumenten in Kontakt. Musikunterricht erhalten Kinder dann offiziell in der Schule.

Wer Musik macht, hat‘s in der Schule leichter
Musikschulen in unserer Region
Wer nicht nur Musik hören, sondern auch selbst machen und ein Instrument erlernen möchte, findet in unserer Region eine Vielzahl an Unterrichtsmöglich­keiten. Auch vier städtische Musikschulen bieten auf vielen verschiedenen Instrumenten pro­fessionellen Musikunterricht an. Dies sind im südlichen Landkreis die Musikschulen in Miltenberg und Freudenberg im Main-Tauber-Kreis, im nördlichen Landkreis in Erlenbach und Obernburg.

Musik ist seelische Zufriedenheit
„Musik, das ist seelische Zufriedenheit und Ausgeglichenheit. Musik selbst zu machen ist eine Möglichkeit, sich emotional zu äußern.“ So beschreibt Waldemar Stockert, Leiter der Musikschule Miltenberg seine Erfahrungen. Er selbst hat in seiner Schulzeit zunächst Akkordeon gelernt, später Trompete und auch andere Blasinstrumente ausprobiert. „Musik zu machen bietet die Möglichkeit, ein Hobby auszuüben und Gemeinschaft zu erleben. Positive Emotionen werden geweckt, der Mensch öffnet sich. Durch öffentliche Auftritte wird das Selbstbewusstsein gestärkt. Musik ist gut und wichtig und prägt das ganze Leben hindurch.“

Musikschüler lernen besser
Gerade Kinder profitieren ungemein, wenn sie ein Instrument erlernen dürfen. „Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Musikschüler insgesamt besser lernen können“, hat Michael Korn festgestellt. Er leitet die städtische Musikschule Freudenberg und musiziert bereits seit seinem 6. Lebensjahr, erst auf dem Klavier, dann auf dem Schlagzeug. „Musik fördert das logische Denken, die Motorik und natürlich das Sozialverhalten. Dazu kommt das Selbstvertrauen, das sich beim erfolgreichen Konzert ebenso wie beim kleinen umjubelten Auftritt einstellt.“

Musik trainiert das Gehirn
Auch Waldemar Stockert schätzt die Wirkung von Musikunterricht für Kinder: „Die Kinder, die ein Instrument lernen, sind besser in der Schule, denn das Gehirn wird trainiert und die Konzentration gefördert. Das wirkt sich auch in vielen Fächern aus. Ich halte es für ganz wichtig, dass Kinder sowohl eine Sportart im Team ausüben, als auch künstlerische Erziehung in Form von Instrumentalunterricht erhalten.“

Gut gemeint, aber ein Flop: der Bildungsgutschein
In diesem Zusammenhang sei auch der Bildungsgutschein aus dem neuen Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung erwähnt. Mit dieser Maßnahme soll es Kindern von Hartz-IV-, Sozialhilfe- oder Wohngeldempfängern finanziell erleichtert werden, kulturelle Angebote zu nutzen. Bis zu 10 Euro im Monat (120 Euro im Jahr) werden pro Kind zur Verfügung gestellt, um zum Beispiel Musikunterricht zu ermöglichen. Der Ansatz war gut gemeint, aber mit 10 Euro kommt man hier leider nicht sehr weit. Bei 4 Stunden Unterricht im Monat sind dies gerade einmal 2,50 € pro Stunde - welcher ausgebildete Musikpädagoge kann davon leben? Daher blieb dieser Tropfen auf den heißen Stein bezüglich der Musikschulen ein Flop. Trotzdem oder vielleicht auch gerade deshalb ist es wichtig, Kindern möglichst Raum zum Experimentieren mit Musik zu geben und sie musikalisch zu fördern.

Man ist nie zu alt
Um ein Musikinstrument zu erlernen, ist es nie zu spät. Das wissen auch die Leiter der Musikschulen, die speziell für Erwachsene Musikunterricht geben. „Wir bieten für Erwachsene Unterricht in allen Instrumentenbereichen an“, erklärt Michael Korn aus Freudenberg. „Besonders unser Gitarrenkurs für Erwachsene hat sich als absoluter Renner erwiesen, so dass wir hier bereits zwei Kurse haben. Unser ältester Teilnehmer ist 82 Jahre alt.“ Ähnliches hat auch Waldemar Stockert aus Miltenberg festgestellt: „Erwachsene lernen zwar etwas langsamer, weil sie das Lernen verlernt haben, aber sie sind mit der gleichen Begeisterung dabei wie die Kinder. Was hier zählt ist das aktive Training für die Gehirnzellen und dass man sich kulturell ausleben kann. Viele unserer Erwachsenen spielen inzwischen in der Stadtkapelle Miltenberg mit.“

Musik gibt Lebensfreude
„Musik und Musizieren bereichern die Lebensqualität und die Lebensfreude unserer Kinder und fördern sie in einem nicht vermuteten Ausmaß.“ So beschreibt Reiner Hanten, Leiter der Musikschule Obernburg die wissenschaftlichen Ergebnisse einer sechsjährigen Langzeitstudie. Er selbst hat bereits mit
6 Jahren eine musikalische Grundausbildung in einer Musikschule erhalten und anschließend sein Wunschinstrument Posaune gelernt. „In dieser empirischen Studie wurde eindeutig belegt, dass Musizieren die Entwicklung der Intelligenz und die Konzentration fördert. Kinder, die ein Instrument erlernen, sind leistungsbereit und kreativ und werden in ihrer sozialen Kompetenz gestärkt. Musik öffnet den Menschen.“

Kinder profitieren durch Musizieren
Gerade Kinder profitieren ungemein, wenn sie ein Instrument erlernen dürfen. „Nach wissenschaftlichen Untersuchungen wird
bei Kindern, die ein Instrument erlernen, die Motorik besser geschult“, hat Erich Rachor festgestellt. Er leitet die städtische Musikschule Erlenbach und musiziert seit seinem 13. Lebensjahr auf der Klarinette, weil er schon immer von Musik begeistert war. „Diese wiederum schult die Intelligenz, denn beide stehen in Abhängigkeit. Durch Musizieren werden die beiden Gehirnhälften trainiert und verbunden wie durch kein anderes Medium. Soziale Fähigkeiten wie Teamfähigkeit oder Disziplin werden geschult, die Kinder erleben Freude und Gemeinschaft.“

Der Musik-Virus steckt alle an
Auch Reiner Hanten schätzt die Wirkung von Musikunterricht für Kinder: „Erweiterte Musikerziehung mit Musikunterricht, Instrumentlernen und Ensemblespiel hat einen großen Einfluss auf die allgemeine und individuelle Entwicklung von Kindern. Daher sollten alle Kinder in unseren Schulen die Chance erhalten, ein Instrument zu lernen und in einem Ensemble zu musizieren. Mit 4 Bläserklassen und 3 Zupferklassen haben wir schon einen Anfang gemacht. Im besten Fall wird aus dem schulischen Musizieren ein privates Musizieren, das eine ganze Familie infizieren kann. Warten wir also auf den Musik-Virus!“

Kontakte durch Musik
Wir haben neun Erwachsene, die aus unterschiedlichsten Gründen musizieren“, erklärt Erich Rachor aus Erlenbach. „Sie haben schon einmal ein Instrument gespielt und wollen sich weiterbilden oder sie wollen sich ausprobieren und ein neues Instrument lernen.“ Ähnliches hat auch Reiner Hanten aus Obernburg festgestellt: „Selbst zu musizieren ist für jede Altersgruppe ein Erfolgserlebnis. Das geht unter die Haut. Außerdem tut nach einem anstrengenden Berufstag Abschalten mit Musik einfach der Seele gut. Nach dem Berufsleben ist Musikmachen zudem ein Fitness-Faktor, denn es werden verschiedene Gehirnteile aktiv trainiert. Man erlebt Gemeinschaft mit anderen Menschen und kann weitere Kontakte knüpfen.“

Ein Plädoyer für Musik!
Eines ist klar: Menschen sollten möglichst von Kindesbeinen an musizieren. Oscar Wilde formulierte es sehr treffend: „Musik hat ihren primären Wert nur in sich selbst, sie ist als ästhetische Erfahrung absolut zweckfrei, ja ganz nutzlos. Und genau das macht sie so wertvoll.“ Wenn wir Kinder fordern und fördern wollen und für ihre Entwicklung verantwortlich sind, sollte Musik ins Spiel kommen.

-AKF-

(c) News - Verlag 10/5/2011

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